Autonome Linke Magdeburg

Autonome Linke Magdeburg
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Dienstag, 9. Februar 2010




     
    Bericht zum 16.01.2010 in Magdeburg

    Bericht zum 16.01.2010 in Magdeburg



    Anlässlich der Bombardierung der Stadt Magdeburg, durch die Alliierten im zweiten Weltkrieg, rief die „Initiative gegen das Vergessen“ zum alljährlichen „Trauermarsch“ nach Magdeburg, um ihren Geschichtsrevisionismus zu verbreiten. Der Aufmarsch mit ca. 1000 Nazis konnte nicht verhindert werden.
    Unter dem Motto ¡No pasarán! fand eine Antifa Demonstration mit ca. 500 Teilnehmerinnen und Teilnehmern statt. Im Anschluss gab es dezentrale Aktionen.


    Antifa Demonstration



    Bereits am Hauptbahnhof gab es etliche Vorkontrollen. Die weit angereisten Antifas wurden teils durch Polizeigeleit zum Demosammelpunkt eskortiert. Die Auftaktkundgebung der Antifa Demonstration begann um 10.00 Uhr. Durch technische Probleme mit dem Lautsprecherwagen verzögerte sich der Start der Demonstration. Es wurden während der Auftaktkundgebung Stadtpläne und die EA-Nummerc verteilt. Redebeiträge wurden vorgelesen und aktuelle Infos zu den Aktivitäten rausgegeben. Die Antifa Demonstration, mit ca. 500 TeilnehmerInnen, bewegte sich dann in Richtung Innenstadt. Zeitweise lief die Demo im Wanderkessel, Grade im Bereich des Hauptbahnhofes, wo der Treffpunkt der Nazis war. Eine Polizeikette von Wagen, Polizisten und Hunden versperrte den Weg zu den Nazis. Nach einigen Sprechchören in Richtung der Nazis ging die Demo weiter. Auch an der nächsten Kreuzung wurde die Otto- von- Guericke- Straße durch Polizeifahrzeuge versperrt. Über diese Straße ging die Route der Nazis, ein durchkommen auf diese Straße mit der Demonstration war zu diesem Zeitpunkt aus unserer Sicht nicht möglich. Die Demonstration ging dann weiter bis zur Kreuzung Ernst Reuter Allee/Breiterweg und wurde dort aufgelöst.


    Dezentrale Aktionen



    Nach der Auflösung der Demonstration begannen die dezentralen Aktionen. Viele Antifas versuchten auf die Route der Nazis zu kommen. An der Ecke Leiterstrasse / Otto- von- Guericke- Strasse kam es zu der ersten Blockade. Diese wurde von der Polizei geräumt. In der Bahnhofstraße kam es ebenfalls zu einer Blockade. Die dort auf der Straße sitzenden Antifas wurden von der Polizei weg gezerrt. Ein Antifa wurde von einem Polizisten so lange gewürgt , das er Ohnmächtig wurde. Am Hasselbachplatz trafen sich viele Antifas um auf die Route der Nazis zu kommen. Eine Gruppe die sich in Richtung Otto- von- Guericke- Straße bewegte wurde von der Polizei Angegriffen. Zwei Personen wurden von einem Polizeiauto angefahren. Menschen die den Verletzten Personen helfen wollten wurden von der Polizei zusammengeschlagen.
    Als sich immer mehr Menschen am Hasselbachplatz sammelten, wurde nochmals versucht auf die Route der Nazis zu gelangen. Etwa 150 – 200 Antifas bewarfe die Polizei mit Flaschen, Steinen und Eisbrocken. Es wurde aber trotzdem nicht geschafft durch die Polizeiketten zu stoßen und auf die Naziroute zu kommen. Die Bullen prügelten die Antifas den Breitenweg lang hoch, weg vom Hasselbachplatz, mit die Nazis ungestört laufen konnten. Eine größere Gruppe Antifas lief dann auf die Hegelstraße und errichtete dort kleinere Barrikaden aus Mülltonnen und Zäunen, was die Polizei erstmal beschäftigte. Die Nazis liefen in der Zeit zum Innenministerium und dann nach Buckau, wo sie am Bahnhof ihre Abschlusskundgebung abhielten. Es gelang nur ein paar einzelnen kleinen Gruppen nach Buckau zu kommen, da die Polizei alle Wege nach Buckau von der Innenstadt aus absperrte. Um den Bahnhof Buckau brannten noch einige Müllcontainer, es gab aber keine weiteren Blockaden. Die Neonazis konnten ihre Route kompletten laufen und am Bahnhof Buckau ihre Abschlusskundgebung abhalten.


    Polizei



    Die Polizei hat an diesem Tag mit allen Mittel den Aufmarsch der Neonazis durchgeprügelt. Bereits am Hauptbahnhof, wo viele AntifaschistInnen ankamen, die zur Demonstration, oder anderen Aktivitäten wollten, begann die Repression. Es gab viele Vorkontrollen und die ankommenden Menschen wurden im Wanderkessel zum Vortreffpunkt eskortiert. Auch die Demonstration lief größtenteils in einem Wanderkessel in die Innenstadt. Die Polizei sperrte mit einem großem Aufgebot alle Wege in Richtung des Naziaufmarsches ab.
    Alle Blockadeversuche wurden von der Polizei brutal geräumt. Ein Antifa wurde von der Polizei Ohnmächtig gewürgt, zwei Antifas wurden von einem Polizeiauto angefahren und viele durch prügelnde Polizisten verletzt. Dieses Vorgehen der Polizei machte die Verhinderung des Naziaufmarsches unmöglich.


    Meile der Demokratie



    Die Meile der Demokratie konnte als Anlaufpunkt für dezentrale Aktionen genutzt werden. Wir würden sie allerdings nicht als Erfolg werten. Viele Menschen die über die Meile liefen, waren entweder zu dezentralen Aktionen unterwegs, oder wollten zu den Einkaufszentren die auf dem Breitenweg liegen. Die Meile war eher für ein gutes Gewissen da, denn es wurde nicht einmal von den Veranstaltern Versucht den Naziaufmarsch zu blockieren. Im Jahr 2009 Gab es eine symbolische Blockade, die den Naziaufmarsch zwar nicht abkürzte, aber wenigstens ein Anfang war den Naziaufmarsch zu blockieren und im Endeffekt zu verhindern.


    Ein paar Worte zum Schluss



    Die Neonazis werden auch im kommenden Jahr wieder versuchen ihren Aufmarsch durchzuführen. Nur ein gemeinsames, entschlossenes Vorgehen kann dazu führen, dass der Naziaufmarsch in den nächsten Jahren endgültig verhindert werden kann.
    Die steigende Teilnehmerzahl seitens der Nazis im Gegensatz zu den Vorjahren zeigt, dass Magdeburg auch in den nächsten Jahren zentraler Anlaufpunkt der Nazis bleiben wird und somit zur Warm-Up-Stadt der alljährlich wiederkehrenden Naziaufmärsche mutiert. So wird es auch im nächsten Jahr heißen: ¡No pasarán!

    Fotos der Nasen vom "Trauermarsch"

    Autonome Linke Magdeburg A.L.M.
    http://www.autonomer-widerstand.org

    no pasaran - 16. Januar 2010 Naziaufmarsch verhindern










    Am 16. Januar 2010 jährt sich zum 65. mal die Bombardierung Magdeburgs, durch die Alliierten im zweiten Weltkrieg. Wie in den letzten Jahren rufen Neonazis zu einem "Trauermarsch" auf, um ihren Geschichtsrevisionismus zu verbreiten.

    Dem gilt es entgegenzutreten und den Aufmarsch zu verhindern.




    Aktuelles:

    Mobilisierungsmaterial ist eingetroffen!!!


    Anfordern könnt Ihr Mobi-Stuff direkt über unsere E-Mail Adresse:
    autonomelinkemd [at] web.de
    Auszerdem findet am Samstag den 21.11.09 von 16-19uhr im kjfe "Knast" das U-Ladenfest statt, bei dem wir mit einem Infotisch und ausreichenden Mobistuff vertreten sind.

    Mobiseite ist online
    Mobi-Stuff (Flyer/Plakate/aufkleber) sind eingetroffen!
    MySpace Seite online!


    Termine:

    21.11.2010 KJFE Knast - U-Ladenfest
    Wir sind dort mit einem Infotisch und ausreichend Mobi-Stuff vertreten

    16. Januar 2010 10.00 Uhr Olvenstedter Platz Magdeburg
    Antifaschistische Demonstration und im Anschluss dezentrale Aktionen

    Aktionen:


    Aktuelle Infos erfahrt ihr auf der Mobiseite:

    www.16januarmagdeburg.blogsport.de




    20. Todestag der Antifaschistin Conny

    Weder HeldInnen noch MärtyrerInnen Conny in Göttingen, Silvio in Berlin, Carlo in Genua, Dax in Mailand, Thomas in Dortmund, Carlos in Madrid, Rick L. in Magdeburg, Jan in Tschechien, Feodor in St. Petersburg, Alexis in Athen... Namen, die mit zahlreichen Erinnerungen und Gefühlen verbunden sind. Eine willkürliche Auswahl aus einer langen Liste. Doch eines haben sie alle gemeinsam: keine der genannten Personen in dieser Reihe ist Held oder Märtyrer. Stattdessen sind es militante, revolutionäre Aktivisten, die für ihr Engagement für eine befreite Gesellschaft sterben mussten - entweder durch die Hand der Faschisten oder die der staatlichen Armee für innere Auseinandersetzungen, der Polizei. Ihre Aktionen stachen nicht unbedingt hervor – sie bewegten sich durchaus in dem Rahmen, in dem sich die meisten Aktionen der außerparlamentarischen Linken bewegen.









     
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