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| OPFERMYTHEN ANGREIFEN! No Nazis - Dessau |
 Anlässlich der Bombardierung der Stadt Dessau am 07. März 1945 planen die sogenannten „Freien Nationalisten Dessau und Anhalt-Bitterfeld“ am 13. März 2010 (Treffpunkt: Hbf. 12.00 Uhr) einen „Trauermarsch“ unter dem Motto „Gegen das Vergessen – 65. Jahrestag der Bombardierung Dessaus – Zum Gedenken der Opfer!“.
Nach Magdeburg und Dresden soll Dessau-Roßlau als fester Termin im Kalender der Neonaziszene etabliert werden. Der Aufmarsch reiht sich in eine geschichtsrevisionistische extrem rechte Kampagne ein, in der die deutschen Verbrechen und die nationalsozialistischen Barbareien relativiert und deutsche Täter zu Opfer gemacht werden. Die notwendige Bombardierung Nazideutschlands wird von den Nazis mit dem industriellen Massenmord an JüdInnen, AntifaschistInnen, GewerkschafterInnen, Homosexuellen und Andersdenkenden gleichgesetzt. Jedoch war Dessau weder eine unschuldige Stadt, noch Opfer. Dessau war Gauhauptstadt, ab 1932 Sitz der ersten NSDAP-geführten Landesregierung, wichtigste Produktionsstätte für Zyklon B und bedeutender Rüstungsstandort.
In den vergangenen Jahren war es nicht möglich den Aufmarsch in Dessau effektiv zu blockieren, zu stören oder bestenfalls zu verhindern. Gerade deswegen rufen wir euch auf, am 13. März 2010 nach Dessau-Roßlau zu kommen, um dem Naziaufmarsch effektiv, subversiv und kreativ entgegen zu treten.
In diesem Sinne
DEUTSCHE TÄTER_INNEN SIND KEINE OPFER!
OPFERMYTHEN ANGREIFEN!
!!!Aktionen und Infopunkte ab 11 Uhr in der Innenstadt!!!
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| Belgrad: GenossInnen aus U-Haft entlassen |

Erfreuliches aus Belgrad: Die seit September 2009 in Untersuchungshaft gehaltenen GenossInnen sind gestern nach der Gerichtsverhandlung auf der U-Haft entlassen worden. Die Anklage des „internationalen Terrorismus“ wird aber weiterhin aufrecht gehalten, auch wenn aktuell Gerüchte kursieren, das die Anklage abgeschwächt werden soll. Im Gefängnis wurde unser Genosse Ivan Savic brutal gefoltert und gezwungen eine Erklärung zu unterschreiben, nach der es angeblich eine Verschwörung zu einem Mord gegeben
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| Bericht zum 16.01.2010 in Magdeburg |
Bericht zum 16.01.2010 in Magdeburg
Anlässlich der Bombardierung der Stadt Magdeburg, durch die Alliierten im zweiten Weltkrieg, rief die „Initiative gegen das Vergessen“ zum alljährlichen „Trauermarsch“ nach Magdeburg, um ihren Geschichtsrevisionismus zu verbreiten. Der Aufmarsch mit ca. 1000 Nazis konnte nicht verhindert werden.
Unter dem Motto ¡No pasarán! fand eine Antifa Demonstration mit ca. 500 Teilnehmerinnen und Teilnehmern statt. Im Anschluss gab es dezentrale Aktionen.
Antifa Demonstration
Bereits am Hauptbahnhof gab es etliche Vorkontrollen. Die weit angereisten Antifas wurden teils durch Polizeigeleit zum Demosammelpunkt eskortiert. Die Auftaktkundgebung der Antifa Demonstration begann um 10.00 Uhr. Durch technische Probleme mit dem Lautsprecherwagen verzögerte sich der Start der Demonstration. Es wurden während der Auftaktkundgebung Stadtpläne und die EA-Nummerc verteilt. Redebeiträge wurden vorgelesen und aktuelle Infos zu den Aktivitäten rausgegeben. Die Antifa Demonstration, mit ca. 500 TeilnehmerInnen, bewegte sich dann in Richtung Innenstadt. Zeitweise lief die Demo im Wanderkessel, Grade im Bereich des Hauptbahnhofes, wo der Treffpunkt der Nazis war. Eine Polizeikette von Wagen, Polizisten und Hunden versperrte den Weg zu den Nazis. Nach einigen Sprechchören in Richtung der Nazis ging die Demo weiter. Auch an der nächsten Kreuzung wurde die Otto- von- Guericke- Straße durch Polizeifahrzeuge versperrt. Über diese Straße ging die Route der Nazis, ein durchkommen auf diese Straße mit der Demonstration war zu diesem Zeitpunkt aus unserer Sicht nicht möglich. Die Demonstration ging dann weiter bis zur Kreuzung Ernst Reuter Allee/Breiterweg und wurde dort aufgelöst.
Dezentrale Aktionen
Nach der Auflösung der Demonstration begannen die dezentralen Aktionen. Viele Antifas versuchten auf die Route der Nazis zu kommen. An der Ecke Leiterstrasse / Otto- von- Guericke- Strasse kam es zu der ersten Blockade. Diese wurde von der Polizei geräumt. In der Bahnhofstraße kam es ebenfalls zu einer Blockade. Die dort auf der Straße sitzenden Antifas wurden von der Polizei weg gezerrt. Ein Antifa wurde von einem Polizisten so lange gewürgt , das er Ohnmächtig wurde. Am Hasselbachplatz trafen sich viele Antifas um auf die Route der Nazis zu kommen. Eine Gruppe die sich in Richtung Otto- von- Guericke- Straße bewegte wurde von der Polizei Angegriffen. Zwei Personen wurden von einem Polizeiauto angefahren. Menschen die den Verletzten Personen helfen wollten wurden von der Polizei zusammengeschlagen.
Als sich immer mehr Menschen am Hasselbachplatz sammelten, wurde nochmals versucht auf die Route der Nazis zu gelangen. Etwa 150 – 200 Antifas bewarfe die Polizei mit Flaschen, Steinen und Eisbrocken. Es wurde aber trotzdem nicht geschafft durch die Polizeiketten zu stoßen und auf die Naziroute zu kommen. Die Bullen prügelten die Antifas den Breitenweg lang hoch, weg vom Hasselbachplatz, mit die Nazis ungestört laufen konnten. Eine größere Gruppe Antifas lief dann auf die Hegelstraße und errichtete dort kleinere Barrikaden aus Mülltonnen und Zäunen, was die Polizei erstmal beschäftigte. Die Nazis liefen in der Zeit zum Innenministerium und dann nach Buckau, wo sie am Bahnhof ihre Abschlusskundgebung abhielten. Es gelang nur ein paar einzelnen kleinen Gruppen nach Buckau zu kommen, da die Polizei alle Wege nach Buckau von der Innenstadt aus absperrte. Um den Bahnhof Buckau brannten noch einige Müllcontainer, es gab aber keine weiteren Blockaden. Die Neonazis konnten ihre Route kompletten laufen und am Bahnhof Buckau ihre Abschlusskundgebung abhalten.
Polizei
Die Polizei hat an diesem Tag mit allen Mittel den Aufmarsch der Neonazis durchgeprügelt. Bereits am Hauptbahnhof, wo viele AntifaschistInnen ankamen, die zur Demonstration, oder anderen Aktivitäten wollten, begann die Repression. Es gab viele Vorkontrollen und die ankommenden Menschen wurden im Wanderkessel zum Vortreffpunkt eskortiert. Auch die Demonstration lief größtenteils in einem Wanderkessel in die Innenstadt. Die Polizei sperrte mit einem großem Aufgebot alle Wege in Richtung des Naziaufmarsches ab.
Alle Blockadeversuche wurden von der Polizei brutal geräumt. Ein Antifa wurde von der Polizei Ohnmächtig gewürgt, zwei Antifas wurden von einem Polizeiauto angefahren und viele durch prügelnde Polizisten verletzt. Dieses Vorgehen der Polizei machte die Verhinderung des Naziaufmarsches unmöglich.
Meile der Demokratie
Die Meile der Demokratie konnte als Anlaufpunkt für dezentrale Aktionen genutzt werden. Wir würden sie allerdings nicht als Erfolg werten. Viele Menschen die über die Meile liefen, waren entweder zu dezentralen Aktionen unterwegs, oder wollten zu den Einkaufszentren die auf dem Breitenweg liegen. Die Meile war eher für ein gutes Gewissen da, denn es wurde nicht einmal von den Veranstaltern Versucht den Naziaufmarsch zu blockieren. Im Jahr 2009 Gab es eine symbolische Blockade, die den Naziaufmarsch zwar nicht abkürzte, aber wenigstens ein Anfang war den Naziaufmarsch zu blockieren und im Endeffekt zu verhindern.
Ein paar Worte zum Schluss
Die Neonazis werden auch im kommenden Jahr wieder versuchen ihren Aufmarsch durchzuführen. Nur ein gemeinsames, entschlossenes Vorgehen kann dazu führen, dass der Naziaufmarsch in den nächsten Jahren endgültig verhindert werden kann.
Die steigende Teilnehmerzahl seitens der Nazis im Gegensatz zu den Vorjahren zeigt, dass Magdeburg auch in den nächsten Jahren zentraler Anlaufpunkt der Nazis bleiben wird und somit zur Warm-Up-Stadt der alljährlich wiederkehrenden Naziaufmärsche mutiert. So wird es auch im nächsten Jahr heißen: ¡No pasarán!
Fotos der Nasen vom "Trauermarsch"
Autonome Linke Magdeburg A.L.M.
http://www.autonomer-widerstand.org
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